Die Hausaufgabe

Die Hausaufgabe, von Mischa Magyar.

Die Geschichte beginnt mit einem Traum, der nachgestellt werden muss, um eine berühmte Persönlichkeit für eine Hausaufgabe zu beschwören.

Danach entfaltet sich eine Verschwörungsstory, deren Erklärungen am Schluss für mich nur teilweise nachvollziehbar sind.

Insgesamt schränkt das Spiel etwas ein. Nur die nötigsten Orte sind implementiert. Ergänzend wäre es schön, einen Unterricht besuchen zu können oder die Bibliothek oder einfach nur die Mensa mit einem Gesprächspartner für die Mittagspause – das würde die Atmosphäre noch verstärken und dem Spieler auch abseits vom eigentlichen Lösungsweg Möglichkeiten der Erkundung bieten.

Ein Phänomen an dem Spiel ist, dass es trotz wenig Text eine gute Atmosphäre erzeugt – das hat mich beeindruckt. Der schnelle Ortswechsel läßt keine Langeweile aufkommen.

Einige kleinere Bugs trüben das Spielerlebnis etwas, z.B. das Nebenzimmer im Haus des Vaters, eine Sackgasse bei der Lostrommel, insgesamt aber nichts weltbewegendes.

Der Parser ist bis auf wenige Ausnahmen gut gemacht. Ich kann viele Eingaben, die das Spiel vorgibt, direkt verwenden.

Summa summarum bleibt ein Spiel mit gut getroffener Atmosphäre, zwar manchmal etwas kurz angebunden, aber trotzdem ansprechend geschrieben – mehr davon!

Mondbasis Palindrom

Mondbasis Palindrom, von Christian Blümke.

Ich finde mich nach kurzer Einleitung auf einer Mondbasis wieder. Dort werde ich als Wachmann allein gelassen, ohne ausreichende Sauerstoffversorgung. Es gilt, schnell herauszufinden, woran der Sauerstoffmangel liegt.

Der sprachgesteuerte Computer in der Station wäre ein guter Anknüpfungspunkt gewesen. Vielleicht ist er ein sensibler komplett verrückter Computer, mit dem ich erst lange psychologische Gespräche führen muß, um ihn zu überzeugen. Spontan fällt mir dazu auch die Bombe in „Dark Star“ ein … das wäre herrlich verrückter Lesestoff gewesen.

Stattdessen bleibt nur das Rätseln um ein Passwort und ein Kasten im Lüftungsschacht – und das Gefühl, irgendwie nur den Anfang einer Geschichte gespielt zu haben, wo der Hauptteil fehlt.

Nichtsdestotrotz: Mondbasis Palindrom II ist ein kurzes Spiel, gut implementiert, handwerklich sauber gemacht und wer Rätsel mag, ist hier gut aufgehoben.