Das Spiel

Das Spiel, von Alexander Klimon.

Das Spiel ist eine kurze Twine Geschichte, die einen interessanten Hintergrund aufbaut. Nach dem Intro erweckt „das Spiel“ zunächst den Anschein, sich zu einer typischen Horrorgeschichte zu entwickeln, in der drei Mädchen in einem abgelegenen alten Haus von jemandem oder von etwas heimgesucht werden.

Aber „das Spiel“ ist mehr. Es weigert sich, in eine Schublade gepresst zu werden. Es verwendet Metaphern und spielt mit Worten. Es erzählt vom Erwachsenwerden. Vom Wandel der unbeschwerten Kindheit zur Übernahme von Verantwortung. Es hat mich sehr nachdenklich gestimmt. Das haben bislang nicht so viele Twine Geschichten geschafft.

Alexander Klimon schafft es, ein komplexes Themenfeld in eine Kurzgeschichte zu packen. Spielerisch geht es vor allem um das Erkunden. Ich wandere durch das Haus und beobachte aufmerksam. Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse lassen sich an anderer Stelle „anwenden“ und setzen damit die Geschichte fort.

Die Wahl des Mediums Twine ist passend zu den ausgeschmückten Texten. „Das Spiel“ weckt den Wunsch, mehr von Herrn Klimon zu lesen. Ein rundum gelungenes Textabenteurer für zwischendurch.